Eine Formel für alle Primzahlen
DIE PRIMZAHLENSERIE
Beitrag 29
Eine exakte Formel für alle Primzahlen mit empirischen Schranken
Eine der möglichen expliziten Formeln zur Erzeugung der Primzahlen ist gegeben durch
![Rendered by QuickLaTeX.com \[ \begin{aligned} p_i = p(i) &= 2\left\lfloor 0.56458\,i\ln(i)\right\rfloor - 1 \\[4pt] &\quad +\,2\sum_{n_{\max}=\left\lfloor 0.56458\,i\ln(i)\right\rfloor-2}^{\left\lfloor 0.587\,i\ln(i)\right\rfloor} \left\lfloor \left( \frac{i}{ \displaystyle \sum_{n=1}^{n_{\max}} \left( \prod_{k=0}^{\left\lfloor\frac{\sqrt{2n+3}-3}{2}\right\rfloor} \left\lceil 1-\frac{k+\left\lfloor\frac{n-k}{2k+3}\right\rfloor(2k+3)}{n} \right\rceil \right) +3 } \right)^{1/i} \right\rfloor . \end{aligned} \]](https://dieprimzahlenserie.com/wp-content/ql-cache/quicklatex.com-a6a9eb7e0cfeca97d85fb50dced0ed4a_l3.png)
Die Formel ist definiert für
![]()
wobei
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als bekannt vorausgesetzt werden.
Beispiele
Die Formel liefert für wachsende Ordnungszahlen korrekt die aufeinanderfolgenden Primzahlen, etwa
![Rendered by QuickLaTeX.com \[ \begin{aligned} p_3 &= 5,\\ p_4 &= 7,\\ p_5 &= 11,\\ p_6 &= 13,\\ p_7 &= 17,\\ p_8 &= 19,\\ p_9 &= 23,\\ p_{10} &= 29,\\ p_{11} &= 31,\\ p_{12} &= 37,\\ p_{13} &= 41,\\ p_{14} &= 43,\\ p_{15} &= 47,\\ p_{16} &= 53,\\ p_{17} &= 59, \end{aligned} \]](https://dieprimzahlenserie.com/wp-content/ql-cache/quicklatex.com-577c904bc682c5684f9056e9b7d7145d_l3.png)
sowie beispielsweise
![Rendered by QuickLaTeX.com \[ \begin{aligned} p_{60} &= 281,\\ p_{100} &= 541,\\ p_{200} &= 1223,\\ p_{300} &= 1987,\\ p_{400} &= 2741,\\ p_{500} &= 3571,\\ p_{600} &= 4409,\\ p_{700} &= 5279,\\ p_{800} &= 6133,\\ p_{900} &= 6997,\\ p_{1000} &= 7919,\\ p_{5000} &= 48611,\\ p_{10000} &= 104729. \end{aligned} \]](https://dieprimzahlenserie.com/wp-content/ql-cache/quicklatex.com-c67484de366aa365ef1b05e73d05cf1f_l3.png)
Hinweis zur Gültigkeit der verwendeten Schranken
Die in dieser Formel verwendeten **numerischen Schranken** beruhen auf empirisch gewählten Konstanten.
Der **mathematische Kern der Formel** – insbesondere die Struktur des Produktterms, die Summationslogik sowie die Bestimmung der ersten Nullstelle – ist exakt und deterministisch.
Die empirische Natur betrifft ausschließlich die Wahl der unteren und oberen Schranken in den Summationsgrenzen.
Der Basisterm der Konstruktion lautet
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Eine notwendige Bedingung für die prinzipielle Korrektheit der Formel ist
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da der verbleibende Summationsterm ausschließlich nichtnegative Beiträge liefert und einen zu großen Basisterm nicht mehr korrigieren kann.
Unter Verwendung der bewiesenen oberen Schranke für die
-te Primzahl
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folgt, dass diese Bedingung nur bis zu einer endlichen Ordnungszahl erfüllt sein kann.
Eine formale Abschätzung ergibt für die in diesem Beitrag verwendete untere Schranke eine maximale garantierte Einsatzgrenze von
![]()
Für
kann die obige Formel aus strukturellen Gründen **nicht mehr garantiert korrekt liefern**, unabhängig von Rechenzeit oder Implementierung.
Anmerkung zur Rechenzeit
Unabhängig von der inhaltlichen Gültigkeit steigt mit wachsender Ordnungszahl
der Rechenaufwand der direkten Auswertung stark an, so dass jede konkrete Implementierung früher oder später an praktische Grenzen stößt.
Hinweis zur Weiterentwicklung
Eine vollständig garantierte Version der expliziten Primzahlformel, die auf bewiesenen Schranken basiert und für alle
gültig ist, wird in **Beitrag 30** vorgestellt.
München, 5. Oktober 2024 / 29. Dezember 2025
Gottfried Färberböck

